Tour de France 2008/16. Etappe

Die 16. Etappe der Tour de France 2008 am 22. Juli war 157 Kilometer lang und verlief von Cuneo nach Jausiers. Es standen zwei Sprintwertungen und zwei Bergwertungen der Hors Catégorie auf dem Programm.

Sylvain Chavanel startete sofort am reellen Start einen Angriff, weitere Fahrer attackierten danach. Das Feld verhinderte allerdings durch hohes Tempo deren Wegkommen. Später versuchte es Chavanel zusammen mit George Hincapie erneut erfolglos. Die beiden machten den ersten Zwischensprint unter sich aus. David Le Lay schloss danach zu Chavanel auf, fiel aber wieder zurück. David Moncoutié startete den nächsten Angriff, alle Angreifer wurden aber wieder eingefangen. Christophe Le Mével, Sébastien Rosseler, Thomas Voeckler, Stefan Schumacher und Samuel Dumoulin konnten sich schließlich absetzen, verfolgt von einer 24-köpfigen Verfolgergruppe, darunter Jens Voigt, Jaroslaw Popowytsch, Cyril Dessel, Haimar Zubeldia, Danny Pate, Marcus Burghardt, George Hincapie, Kanstanzin Siuzou, John-Lee Augustyn, Juan Antonio Flecha und erneut Chavanel. Dumoulin gewann die zweite Sprintwertung. Dann bestimmte Schumacher das Tempo, einige Fahrer fielen wieder zurück. Im Feld gab es erneute Angriffe, wodurch eine weitere Verfolgergruppe entstand. Schumacher erreichte als erster gefolgt von Le Mevel und Voeckler die Passhöhe auf dem Col de la Lombarde, der zum ersten Mal im Programm der Tour war. Arnaud Coyot stürzte in der Abfahrt, konnte aber weiterfahren. Liquigas führte die Favoritengruppe in den zweiten Anstieg des Tages zum Col de la Bonette, dem höchsten Punkt der Tour. Andy Schleck erhöhte später das Tempo und die Gruppe verkleinerte sich. Mit ihm fuhren Fränk Schleck, Carlos Sastre, Samuel Sánchez, Denis Menschow, Bernhard Kohl, Alejandro Valverde, Cadel Evans und Kim Kirchen. Vor dem Gipfel verlor Schumacher seinen Vorsprung vor seinen direkten Verfolgern, deren Gruppe aus Tadej Valjavec, Dessel, Sandy Casar, Popowytsch, Hincapie, Siuzou, Nicolas Portal, David Arroyo und Augustyn bestand, und wurde eingeholt. Im Feld fuhr nun Voigt vorn. Augustyn griff an der Bergwertung an und sicherte sich die Punkte vor Dessel und Arroyo, stürzte aber in der Abfahrt in den Abhang, konnte sich aber fangen. In der Abfahrt bildeten sich mehrere Gruppen, Dessel, Casar, Popowytsch und Arroyo an der Spitze. Die beiden letzten attackierten etwa einen km vor dem Ziel. Dieses wurde in Jausiers auf einer 70 Meter langen und 6,5 Meter breiten Zielgeraden erreicht. Dessel, der die Gruppe wieder zusammenführte, gewann dort den Sprint. Danach kamen die Gruppen um Hincapie und um Schleck ins Ziel lifefactory water bottle. Vandevelde musste einen Zeitrückstand von über vier Minuten in Kauf nehmen. Nibali verlor über 5 Minuten und musste das Weiße Trikot an Andy Schleck abgeben.

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Fahrerfeld


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Wiktor Pintschuk

Wiktor Mychajlowytsch Pintschuk (ukrainisch Віктор Миха́йлович Пінчук; russisch Виктор Михайлович Пинчук; * 14. Dezember 1960 in Kiew) ist ein ukrainischer Multimilliardär und Oligarch, er gilt als zweitreichste Mann der Ukraine (hinter Rinat Achmetow).

Pintschuk wurde in Kiew geboren und absolvierte am metallurgischen Institut in Dnipropetrowsk ein Ingenieursstudium, das er 1983 beendete. In den 1990er Jahren gehörte Pintschuk zur postsowjetischen Nomenklatura. Anfangs war Pintschuk in der Metallindustrie engagiert, als Ingenieur hatte er seit den 1980er Jahren Techniken entwickelt, mit denen sich Rohre billiger herstellen ließen. 1990 gründete er das Unternehmen Interpipe und verdiente an den Patenten. Zu Reichtum kam er ab 2002, als er in zweiter Ehe Olena, die Tochter des zweiten Präsidenten der Ukraine Leonid Kutschma, heiratete paba free water bottles. 2004 privatisierte sein Schwiegervater für nur 800 Millionen Dollar, einem Sechstel des tatsächlichen Wertes team socks football, den größten ukrainischen Stahlkomplex, den Kryworischstal, und verkaufte ihn an Interpipe. Damit erhielt Interpipe das Monopol der Herstellung von Pipelines und Stahlrohrleitungen und lieferte an große Energieunternehmen wie Gazprom und Rosneft. Pintschuk erschien ab 2004 in den Listen der reichsten Menschen der Ukraine. Er stimmte seine Interessen mit der Finanzgruppe Privat des Oligarchen Ihor Kolomojskyj ab. Julia Timoschenko und Serhij Tihipko (2002–2004 Präsident der Nationalbank der Ukraine) schlossen sich zeitweilig dieser Gruppe an.

Von 1998 bis 2006 gehörte Pintschuk dem ukrainischen Parlament an. Im Januar 2005, am Ende von Kutschmas Amtszeit, hatten sich die oligarchischen Gruppen mittels Übernahmen und Zusammenschlüssen von ihren jeweiligen Regionen emanzipiert und politische Schlüsselämter in Kiew erobert: die Leitung des Außenministeriums, des Energieministeriums, der Zentralbank, des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats sowie der Zollbehörde lifefactory water bottle, aber auch den Vorsitz in wichtigen parlamentarischen Ausschüssen. Seit dem Jahr 2006 hat Pintschuk sich weitgehend aus der Politik zurückgezogen und hat starke Netzwerke im Westen, in den USA und in Frankreich aufgebaut. Er setzte sich für einen raschen EU-Beitritt ein und sponsert den „Ukrainischen Lunch“ beim Davoser Weltwirtschaftsforum.

Im Jahr 2006 bündelte Pintschuk rund 20 von ihm kontrollierte Unternehmen zum Firmenverbund Eastone Group zusammen. Außer auf die Röhren- und Metallindustrie konzentriert sich die in London ansässige Gruppe auf den Investment- und Immobilienbereich. Zudem gehören ihr eine Reihe ukrainischer Fernsehsender und Verlagshäuser. Die Eastone Gruppe ist eine Beratungsfirma für internationales Investment, das multinationalen Unternehmen alle Werkzeuge bietet, um in die Wirtschaft des Ostens einzudringen. Zur gleichen Zeit wurde er Besitzer von vier Fernsehsender und einer beliebten Boulevardzeitung (Fakten und Kommentare) mit einer Auflage von über 1 Million. Auch seine karitativen Aktivitäten bündelte Pintschuk 2006 und gründete seine Stiftung “Viktor Pintschuk Foundation” (Pinchukfund). Die Stiftung gibt jährlich rund 10 Millionen Dollar für Projekte aus und arbeitete mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen. Seine Frau gründete die Elena Frantschuk Stiftung, die einzigen mit privaten Mitteln finanzierten Anti-Aids-Stiftung der Ukraine. Im Juni 2006 gab der britische Sänger Elton John ein Anti-Aids-Konzert auf dem Majdan, zu dem fast genauso viele Menschen kamen wie zu den Aufläufen während der Orangen Revolution. Pintschuk finanzierte auch die Open Society Stiftung von George Soros, die den Bürgerprotest von 2004 unterstützte. Pintschuk gründete die private Wirtschaftsuniversität Kyiv School of Economics.

Ab 2004 entwickelte sich Pintschuk zum Aushängeschild einer westlich gewendeten ukrainischen Elite. Hatte er noch während der Orangen Revolution, wie sein Gegenpart Rinat Achmetow, lange die Partei der Regionen und deren Spitzenkandidaten Wiktor Janukowytsch gestützt, begann er danach eine eigene Außenpolitik für seine nach Westen ausgedehnten Geschäftsinteressen zu betreiben. Zur Annäherung an die EU rief er 2004 die Yalta European Strategy (YES) ins Leben. Jedes Jahr lud er wirtschaftliche und politische Eliten im Sommerpalast des letzten Zaren auf der Krim in Jalta zu einer Konferenz ein, um die Annäherung der Ukraine an die EU voranzubringen. Zu den Gästen gehörten unter anderem Bill und Hillary Clinton, Tony Blair, Larry Summers, Bill Gates und Richard Branson. Zum weiteren Freundeskreis zählten Henry Kissinger, Steven Spielberg und die Obamas.

Im Jahr 2006 eröffnete er in Kiew das private Museum Pinchuk Art Centre, das als das bedeutendste Museum für moderne Kunst der Ukraine gilt. Direktor dieses Museums ist seit 2008 Eckhard Schneider running belts for marathons, der ehemalige Direktor des Kunsthauses Bregenz. Pintschuk, der jüdischer Herkunft ist, produzierte im Jahr 2006 gemeinsam mit Steven Spielberg den Dokumentarfilm Spell your Name (ukrainisch Назви своє ім’я) in dem ukrainische Überlebende des Holocaust und andere Zeitzeugen über ihre Erlebnisse berichten.

Einfluss auf die internationale Politik sicherte sich Pintschuk über Einzahlungen in das globale Stiftungswesen. Als Verbindung zur europäischen politischen Klasse erschien die Tony Blair Stiftung als geeignete Wahl. Zugang zur stark umworbenen Washingtoner Szene, aber auch zum hart umkämpften Stahlmarkt der USA, verschaffte sich Pintschuk ab 2006 durch Millionenspenden an die Clinton Stiftung. Zwischen 2009 und 2013, auch in Hillary Clintons Amtszeit als Außenministerin der Vereinigten Staaten, erhielt die Clinton-Stiftung mindestens 8,6 Millionen Dollar von seiner Stiftung. Ein besonderer Coup gelang ihm durch Zuwendungen an die Brookings Institution und das Peterson Institute for International Economics, in dessen Vorstand er zugleich sitzt.

Im November 2009 hat sich Pintschuk zum ersten Mal öffentlich als Eigentümer von sechs Fernsehsendern – ICTV, STB, Nowyj Kanal, M1, M2 und QTV – bezeichnet, und seine Ehefrau kündigte die Gründung der Medienholding „Star Light Media“ an.

Pintschuk finanzierte mehrere Politikprojekte. Die Proteste auf dem Maidan im Winter 2013/2014 unterstützte er mit großen Summen, wandte sich in einem öffentlichen Brief gegen die damalige Regierung und sprach sich für einen proeuropäischen Kurs aus. 2014 war es Petro Poroschenko, der Kandidat des Pintschuk-Clans, der für die Aufnahme der Ukraine in die EU und die NATO plädierte. Mit dessen Sieg war der rivalisierende Achmetow-Clan aus Donezk, der hinter der Partei der Regionen, also hinter Janukowytsch, stand, in die Defensive gedrängt. Pintschuk ist Ehrenbürger der Stadt Kiew.


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